Hypothek

Hypothek
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Im Laufe der Zeit gab es nicht nur im Bereich der Technik zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen. Auch im finanziellen Bereich hat sich so einiges getan. Heutzutage ist es möglich, eine Hypothek aufzunehmen und dadurch Banken eine Sicherheit für einen Kredit zu gewähren oder sich etwas zu finanzieren.
Bei einer Hypothek handelt es sich um ein Recht an einem Grundstück, das im Grundbuch eingetragen wird. Dieses Recht erlaubt Gläubigern, sich durch die Verwertung des Grundstückes selbst zu bedienen, sofern der Kreditnehmer zahlungsunfähig wird. Eingesetzt wird die Hypothek heutzutage vor allem bei langfristigen Finanzierungen. Dort dient sie als Sicherungsmittel.
In der Schweiz unterscheidet man zwischen den drei Hauptarten von Hypotheken: Festhypothek, variable Hypothek und Geldmarkthypothek.
Die Festhypothek
Die Festhypothek ist für den Kunden dann sehr reizvoll, wenn er auf eine längere Zeit einen festen Hypothekarzins bezahlen will. Er kann dann genau planen und wird keine unliebsamen Überraschungen erleben, wenn die Zinsen steigen. In der Regel werden Festhypotheken mit einer Laufzeit von 5 bis 10 Jahren abgeschlossen. Der Zinssatz bleibt während der ganzen Laufzeit fix. Interessant sind solche Hypotheken auch dann, wenn mit steigenden Zinsen zu rechnen ist. Oft warten Hausbesitzer den Moment ab, bis die Zinsen wieder im Begriff zu steigen sind und schliessen dann eine Festhypothek ab. Der Nachteil ist natürlich ganz klar der, dass man bei fallenden Zinsen weiterhin den fest abgemachten Zinssatz bezahlen muss.
Variable Hypothek
Wie der Name schon sagt, beinhaltet dieser Typ von Hypothek einen variablen Zinssatz. Dieser wird laufend dem Kapitalmarkt angepasst. Bei fallenden Zinsen ist dies natürlich extrem interessant, weil der Schuldner von den fallenden Zinsen profitieren kann. Meistens werden variable Hypotheken ohne feste Laufzeit abgeschlossen und beinhalten in der Regel eine Kündigungsfrist von 6 Monaten. Sie eignen sich vor allem dann für den Schuldner, wenn die Zinsen am Sinken sind oder man in Kürze das Objekt verkaufen will. Sobald eine Zinswende zu erwarten ist, sollte man prüfen, ob es nicht besser wäre, die variable Hypothek in eine Festhypothek umzuwandeln.
Die Geldmarkthypothek
Die Geldmarkthypothek wird auch Libor Hypothek genannt, weil sich der Zins am Geldmarktsatz Libor orientiert. Dieser Hypothekartyp wird mit einer festen Laufzeit abgeschlossen und der Zins periodisch dem Libor angepasst. Er eignet sich nur für Kreditnehmer, welche mit fallenden Zinsen rechnen, steigende Zinsen aber verkraften könnten.
Es müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden, um eine Hypothek aufnehmen zu können. Banken verlangen in der Regel mindestens 20 % Eigenkapitel. Im weiteren dürfen für Hypozinsen, Amortisation, Unterhalts-Rückstellungen und Nebenkosten maximal 35 % des Bruttoeinkommens ausgegeben werden. Im Gesetz fest vorgeschrieben ist desweiteren, dass eine persönliche Forderung, die auf die Zahlung von Geld ausgerichtet ist, vorliegen muss. Ebenso ist es möglich, dass eine Verpflichtung aus einem anderen Vertrag oder aber ein Schadensersatzanspruch besteht.
Abgegrenzt werden muss die Hypothek aber von einer Grundschuld. Im Gegensatz zur Grundschuld ist die Hypothek juristisch gesehen ein dingliches Recht, was bedeutet, dass der Inhaber der Hypothek sich als erster aus dem Erlös, der bei einem eventuellen Verkauf des Grundstücks erzielt wird, bedienen darf. Da es sich bei der Hypothek um ein Pfandrecht handelt, muss der Kreditnehmer nicht mit seinem gesamten Vermögen handeln.